Marco Hegenberg

Der Mai ist vorbei, der Sommer naht mit großen Schritten. Zeit für die Links des Monats Mai!

NumWorks: Taschenrechner sind im Grunde keine allzu spannende Sache. Etwas spannender sind da schon programmierbare Grafik-Rechner wie beispielsweise der TI-84. Allerdings ist in diesem Bereich das Angebot recht übersichtlich und verglichen mit aktuellen Smartphones technisch auch um Jahre zurück. Der NumWorks Grafik-Rechner ist da auch keine Ausnahme, er hat aber einen Vorteil gegenüber den Modellen von TI, Casio und Co.: Er läuft mit Open Source Software, sie lässt sich also von jedem anpassen. Auch auch was die Hardware angeht zeigen sich die Entwickler vergleichsweise offen und bieten Schaltpläne, Datenblätter und PCB-Layouts zum Download an. Und was wirklich innovativ ist: Er bietet die Möglichkeit Python-Skripte zu schreiben und auszuführen. Wer sich mal ansehen möchte wie ein Betriebssystem von einem Taschenrechner so aussieht, der findet hier das passende GitHub-Repository. Sollte man nicht gleich so tief einsteigen wollen, kann man sich auch den Simulator ansehen, der es erlaubt das ganze System im Browser aus zuprobieren.

Links des Monats - April 2018

Im Laufe eines Monats sammelt sich einiges an - Zeit für die Links des Monats April 2018.

Marco Hegenberg

Wie auch in den letzten zwei Monaten gibt es hier wieder meine Links des Monats.

Security TXT: Diese Initiative versucht das was die robots.txt für Suchmaschinen geschafft hat auf Informationen zur Sicherheit zu übertragen. Hierzu kann man sich über die Webseite eine kleine Textdatei (eben die security.txt) generieren lassen, welche Informationen zu Ansprechpartner für Sicherheitsfragen etc. enthält. Hierzu gehört zum einen eine Emailadresse unter welcher der Sicherheitsverantwortliche erreichbar ist, der Link zu einem PGP-Schlüssel dieser Emailaddresse, ein Link zu einer "Acknowledgment"-Seite, auf der man Personen danken kann die zur Sicherheit der Seite beigetragen haben, einen Link zur Security-Policy der Seite, die Signatur der security.txt sowie ein Link zur "Jobs"-Seite des Unternehmens. Alle Angaben sind optional, müssen also nicht zwingend aufgeführt sein. Das Konzept soll auch in einen RFC überführt werden, hier gibt es den passenden Draft.

Luftdaten.info: Ich hatte es mir schon länger vorgenommen, jetzt hat es endlich geklappt: Ich habe einen Luftdaten.info Feinstaubsensor gebaut. Ziel dieses Citizen Science Projekts ist es ein großflächiges Netz aus diesen Sensoren zu bauen, Daten zu sammeln und diese unter freien Lizenzen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Art kann jeder unkompliziert die aktuelle Feinstaubbelastung in seiner Nachbarschaft sehen und die Wissenschaft kann möglicherweise neue Erkenntnisse gewinnen, welche durch die wenigen offiziellen Messstationen nicht gewonnen werden können.

Links des Monats März 2018

Eine kurze Zusammenstellung interessanter Links und Projekte im Monat März 2018.

Marco Hegenberg

Buurtal: "Niederländisch für Deutsch, Deutsch für Niederländer", so beschreibt Alexandra Kleijn, in Deutschland lebende Niederländerin, ihren Blog. Der Inhalt: Die kleinen und größeren Unterschiede zwischen Deutschen und Niederländern, die Gemeinsamkeiten und natürlich auch die Sprache.

Japanteile: Der zweite Link diesen Monat ist etwas spezieller, es geht nämlich um gebrauchte Autoteile. Oder um ganz genau zu sein um gebrauchte Autoteile für japanische Autos. Wer also für seinen Toyota einen Motor sucht, ein Getriebe für den Mazda oder Felgen für einen Nissan, der kann hier unverbindlich seine Anfrage stellen und wird dann benachrichtigt wenn das gewünschte Teil verfügbar ist. Alternativ kann man natürlich auch direkt vor Ort in Köln vorbeischauen.

Digital Combat Simulator: Eine Free-to-Play "Schlachtfeldsimulation". Ich habe sie noch nicht spielen können, aber Videos die man bei Youtub findet sehen ziemlich beeindruckend aus.

Ein-/Ausschalter für den Raspberry Pi: Für viele Projekte mit dem Raspberry Pi benötigt man keine angeschlossene Tastatur, entweder weil das Projekt komplett über Knöpfe bedient wird oder über SSH gesteuert werden kann. Im ersten Fall kann es aber nützlich sein einen Ein- und Ausschalter zu haben um den Raspberry sauber herunter zu fahren, da bei dem Entfernen der Stromversorgung das Filesystem beschädigt werden kann und der Pi dann nicht mehr hochfährt. In dem verlinkten Github-Repository befindet sich ein einfaches Python-Script welches den Pi herunterfährt, wenn zwei Pins für längere Zeit überbrückt werden und wieder startet wenn die PINs im ausgeschalteten Zustand nochmals überbrückt werden. Die Stromversorgung kann dabei dauerhaft eingeschaltet bleiben! Bei Heise Online gibt es dazu noch eine etwas ausführlichere Erläuterung.

Diverse Erweiterungen für Thecus NAS-Systeme: Wer wie ich ein Thecus NAS hat und dieses um weitere Funktionen erweitern will, der ist auf diesen beiden Seite genau richtig. Futterknecht bietet nur eine Übersicht mit diversen Modulen zum Download, vom Twonky Media Server bis zum Firmwareupdate. Bei FaJo gibt es ähnliche Module (u.A. auch einen SSH-Server), allerdings etwas ausführlicher beschrieben und übersichtlicher angeordnet. Außerdem gibt es dort noch eine Anleitung wie man einen Kernel für das System kompiliert.

Links des Monats Februar 2018

Eine kurze Zusammenstellung interessanter Links und Projekte im Monat Februar 2018.

Marco Hegenberg

In den letzte Wochen haben sich bei mir einige interessante Links angesammelt die ich an dieser Stelle gerne mit euch teilen würde. Die Reihenfolge ist hierbei natürlich absolut willkürlich.

My text in your handwriting: Das Github-Repository zu einem Paper von Tom Haines, das handgeschriebenen, eingescannten Text analysiert und dann jeden anderen Text mit dieser Handschrift ausgibt. Das Besondere ist dabei, dass nicht jeder Buchstabe einzeln analysiert wird und dann jeweils ausgegeben wird, sondern es werden immer Teile von Wörtern analysiert. Das heißt zum Beispiel, wenn man den Buchstaben H nach einem C anders schreibt als nach einem A, dann wird das berücksichtigt.

Netool.io: Wenn man sich mit Netzwerken beschäftigt kennt man dieses Problem vielleicht: Man steht an einem LAN-Port von einem Switch und irgendetwas funktioniert nicht, der PC bekommt beispielsweise keine IP-Adresse vom DHCP-Server zugewiesen. Das könnte aber viele Gründe haben - von einem defekten Kabel, über eine falsche VLAN-Konfiguration bis zu einem falsch konfiguriertem DHCP-Server. Einiges lässt sich zwar auch mit einem Laptop diagnostizieren, aber praktischer ist natürlich die Diagnose mittels Smartphone oder Tablet. Hier kommt jetzt das Netool ins Spiel. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät mit RJ45-Buchse. Es wird per Kabel mit dem Netzwerk verbunden und liefert dann über Bluetooth alle wichtigen Informationen auf das Smartphone oder das Tablet. Dies umfasst neben der IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway-IP und DNS-Server-IP auch die VLAN-ID sowie Informationen über weitere Geräte im Netz und vieles mehr. Netool ist also quasi das Schweizer Taschenmesser des Netzwerk-Ingenieurs.

Upspin.io: Upspin ist ein Open-Source-Projekt, welches das Teilen von Dateien erleichtern soll. Dazu wird ein globaler Namespace genutzt, in dem jede Datei eine einmalige Kennung erhält. Diese Kennung erlaubt dann das Abrufen von Daten, ohne ihren genauen Speicherort zu kennen (wie dies beispielsweise bei URLs im WWW der Fall ist).

Coastwards: Bei Coastwards handelt es sich um einen Open-Data/Citizenscience-Projekt, welches Bilder von allen Küsten weltweit sammelt. Um mitzumachen müssen lediglich Fotos von einer Küste hochgeladen und klassifiziert werden. Das Portal wertet dabei auch die Metadaten der Aufnahmen aus, insbesondere die Aufnahmezeit und eventuell enthaltene Geokoordinaten. Falls das Bild keine Geokoordinaten enthält müssen diese von Hand hinzugefügt werden um eine Zuordnung zu einem bestimmten Ort zu ermöglichen. Im letzten Schritt werden dann noch Informationen zu der Küste abgefragt, beispielsweise ob es sich um einen Sandstrand oder eine Felsküste handelt.

Marco Hegenberg

"Das Internet vergisst nie." Diese Aussage hört man immer wieder, insbesondere dann wenn es darum geht persönliche Informationen oder Meinung im Internet zu veröffentlichen. Mit dem Internet Archive gibt es auch ein Projekt welches versucht alle Webseiten die jemals veröffentlicht wurden zu archivieren. Das klappt für bekanntere Seiten wie Spiegel Online auch recht gut wie man hier gut nachvollziehen kann. Bei weniger bekannten und weniger gut besuchten Seiten sieht das allerdings wieder anders aus. Diese können nahezu spurlos aus dem Internet verschwinden und tote Links hinterlassen. Auch Änderungen am Design oder den Inhalten lassen sich nicht oder nur sehr schwierig nachvollziehen. Um dieses Problem zu lösen und das Internet wieder etwas dezentraler zu machen wurde IPFS (Interplanetary File System) entworfen.

Neue Icons für Zabbix Maps hinzufügen

Eine kurze Anleitung wie man in Zabbix 3.0 Icons und Hintergründe für Maps hochlädt.

Marco Hegenberg

Das Open-Source Monitoringtool Zabbix bietet die Möglichkeit so genannte Maps anzulegen. Hierbei handelt es sich um graphische Darstellungen von verschiedenen Hosts oder Hostgruppen auf einer Seite. Die Nutzung von Maps bietet sich zum Beispiel an, wenn man die Struktur oder räumliche Verteilung eines Netzwerks darstellen will (siehe Screenshot).

Eine einfache Map in Zabbix

Doch obwohl Zabbix eine Vielzahl unterschiedlicher Icons mitbringt kann es vorkommen, dass nicht das Passende dabei ist (zum Beispiel in einem Heimnetzwerk das NAS oder ein Smart-Home-Gateway). Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Man findet sich damit ab und nutzt ein anderes Symbol (z.B. das generische Server- oder Router-Symbol) oder man importiert ein eigenes Icon welches besser zum jeweiligem System passt. Weil diese Option etwas versteckt liegt und man so häufiger mal suchen muss, hier eine kurze Anleitung wie das in Zabbix 3.0 funktioniert.